Smart Home #11 – Google springt auf Trend zur Vernetzung von Hausgeräten auf

20. Januar 2014 / Kategorie: Allgemein, Smart Home / 0 Kommentare

Auch wir von der Firma Jungkurth verfolgen die neuesten Übernahmen im Smart Home-Geschäft – für 3,2 Milliarden Dollar kauft Google nun den Smart-Home-Pionier Nest

Der erste große Kauf 2014 ist getätigt: Der Internet-Gigant schluckt für 3,2 Milliarden Dollar den weitgehend unbekannten Thermostat- und Feuermelder-Hersteller Nest Labs und holt sich damit auch ein angesehenes Designer-Team ins Haus. Etwa jeder dritte Mitarbeiter des Start-Ups kommt von Apple – unter anderem auch Firmenchef Tony Fadell, der Erfinder des iPods. Innerhalb kürzester Zeit ist es Nest Labs gelungen, in dem immer stärker umkämpften Markt für Haustechnik Fuß zu fassen. Das gerade einmal drei Jahre alte Startup-Unternehmen bietet unter anderem vernetzte Thermostate und Rauchmelder an und richtet sich speziell an die Smartphone-Generation.

Das junge Unternehmen Nest nutzt Energie effizienter und spart dadurch Geld. Man kann von unterwegs die Heizung in der Wohnung regulieren und verhindert unnötige Heizkosten. Die Software lernt außerdem die Nutzungsgewohnheiten seines Anwenders. Trotz eines durchaus ansehnlichen Preises verkauften sich die Thermostaten bisher sehr gut. Auch die Rauchmelder bzw. CO-Sensoren stoßen auf große Resonanz. Google unterstreicht damit erneut seine Ambitionen, auch in der „realen“ Welt der beherrschende Technologiekonzern sein zu wollen und springt mit der zweitgrößten Übernahme seiner Unternehmensgeschichte auf den Trend zur Vernetzung von Hausgeräten auf. Ein wichtiger Stichpunkt ist hier aber vor allem die Datensicherheit: Wie lässt sich bei Kunden fortan die Privatsphäre im Smart Home wahren?

Weltweit konzentrieren sich Technologiekonzerne wie Samsung, Bosch Siemens Hausgeräte und Sony mittlerweile darauf, ihre Apparate miteinander zu vernetzen und damit noch mehr Kunden dauerhaft an sich zu binden. Dabei geht es längst nicht mehr nur um internetfähige Fernseher, sondern darum, dass Kühlschränke, Waschmaschinen und Herde miteinander kommunizieren und sich von unterwegs bedienen lassen.

Bislang buhlen vor allem Elektrotechnik-Anbieter wie die ABB -Tochter Busch-Jaeger oder der US-Hersteller Belkin darum, Spülmaschinen und andere Geräte besser steuerbar zu machen. Allerdings drängen auch Telekommunikationstechnikfirmen wie Gigaset und die Hausgeräte-Hersteller selbst auf den Markt für sogenannte Heimautomatisierung. Der Trend zum „Smart Home“ wird seit Jahren beschworen, der Durchbruch steht allerdings nach wie vor aus. Experten gehen davon aus, dass Google künftig zusammen mit Nest Labs eine wichtige Position einnehmen könnte. Es sei sich nun leicht vorzustellen, dass Android-Apps bei der Haustechnik eine große Rolle spielen. Diese könnten eine treibende Kraft für die Smart Home-Technologie sein, da Smartphones bereits jetzt Schlüsselgeräte bei der Vernetzung sind.

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Ein Nest-Thermostat an der Wand – nun Teil des Google-Imperiums. Quelle: Nest Labs

Google zögerte auch in der Vergangenheit nie, sich auf neue Geschäftsfelder zu wagen und sorgte bereits mit Robotern und selbstfahrenden Autos für Schlagzeilen. Nun werden auch wir von der Firma Jungkurth weiterhin beobachten, wie sich das Mitmischen Googles in der Haustechnik auch auf die Datensicherheit auswirken wird und welche Neuerungen oder Veränderungen zu erwarten sind.

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