5 Tipps zum Thema Brandschutz in der Weihnachtszeit

20. November 2013 / Kategorie: Allgemein, Brandschutz, Sicherheitstechnik / 0 Kommentare

Wir zeigen Ihnen, wie Sie und Ihre Lieben unterm Weihnachtsbaum garantiert geschützt sind

Kerzen, Lichterketten und leuchtende Dekoration sind zur Weihnachtszeit sehr beliebt, denn gerade das warme Licht verleiht der dunklen Jahreszeit eine ganz besondere Atmosphäre. Doch viel zu schnell kann ein kleines Licht zu einem gefährlichen Brand umschlagen.

Es gehört zur guten Tradition, die Wohnung mit Adventsgestecken und Weihnachtsbäumen zu schmücken. Dabei wirken brennende Kerzen nicht nur auf Kinder faszinierend, auch Erwachsene empfinden Kerzenlicht als angenehm. Leider reicht schon ein kurzer Moment der Unachtsamkeit aus und aus einer brennenden Kerze ist ein Brand entstanden. Sich ausbreitende Flammen und Rauch verursachen immense Schäden im Wohnungsbereich. Wer jedoch einige einfache Grundregeln beachtet, der wird in der Weihnachtszeit mehr Freude haben! Wir von der Firma Jungkurth helfen Ihnen, Ihr Heim brandsicher zu machen und geben hier fünf nützliche Tipps, wie Sie und Ihre Familie garantiert vor Wohnungsbränden geschützt werden können.

#1: Brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen!

Wenn es überhaupt eine typische Zeit gibt, in der massenweise Kerzen aufgestellt werden, dann ist es die Weihnachtszeit. Nicht nur der traditionelle Adventskranz ist mit Kerzen bestückt, sondern auch viele andere Gestecke und Dekorationen werden mit Paraffin und Streichholz beleuchtet. Manchmal kommt sogar noch ein mit echten Kerzen ausgestatteter Weihnachtsbaum hinzu. Die wichtigste Regel beim Umgang mit offenem Feuer lautet stets und ständig: Lassen Sie brennende Kerzen nicht aus den Augen – vor allem nicht, wenn spielende Kinder in der Nähe sind! Manche Kerzen brennen doch schneller runter als man denkt oder ungünstige Zugluft verhilft der Flamme zu ungeahnter Reichweite. In solchen Fällen reichen oft schon ein paar Augenblicke, um die Wohnung in Brand zu setzen. Die Adventskränze und -gestecke sind oftmals  sehr trocken und stehen innerhalb weniger Sekunden in Flammen. Von daher ist auch darauf zu achten, dass die Kerzen sicher und auf einer feuerfesten Unterlage in dem Gesteck befestigt werden. Das Gesteck selbst sollte ebenfalls auf einer feuerfesten Unterlage (wie beispielsweise festes Glas oder verzinktes Blech) stehen.

#2: Elektrische Lichterketten überprüfen!

Lichterketten finden sich in beinahe jedem Weihnachtsbaum oder als Außendekoration an Häusern. Doch auch die harmlos scheinenden Mini-Lichter bergen bei falschem Umgang eine große Gefahrenquelle! Beim Kauf neuer Lichterketten sollten Sie immer auf das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit), eine verständliche Packungsaufschrift und eine vollständige Herstellerangabe achten. Des Weiteren warnt der TÜV vor Lichterketten, welche einen Preis von fünf Euro unterschreiten, da es bei billigeren Produkten überproportional häufig zu Problemen kommt. Billigprodukte in diesem Segment bergen die Gefahr von Stromschlägen und Überhitzung. Normalerweise dürfen Lichterketten im Betrieb eine Temperatur von 90°C nicht überschreiten. (Quelle: http://www.tuv.com/de/deutschland/ueber_uns/presse/meldungen/newscontentde_132554.html) Eine bundesweite TÜV-Untersuchung aus dem Jahre 2008 hat jedoch gezeigt, dass einige Lichterketten einen Spitzenwert von 359°C erreicht haben. Das ist heißer als ein Backofen und setzt jeden Baum in Brand. Wir empfehlen daher dringend: Schauen Sie genau auf die Packung und geben Sie lieber ein paar Euro mehr aus, zumal etwas teurere Lichterketten auch wesentlich langlebiger sind. Meistens werden jedoch gar keine neuen Lichterketten gekauft, sondern die vom Vorjahr wieder aus dem Keller oder vom Dachboden geholt. Dagegen ist nichts einzuwenden, doch sollte die Lichterkette nach rund zehnmonatiger Lagerung auf Schäden geprüft werden, wie etwa Kabelbruch oder kaputte Birnchen. Bei einem beschädigten Kabel ist die Lichterkette direkt wegzuwerfen! Viele Leute schmücken auch Bäume, Büsche, Geländer und dergleichen im Außenbereich. Für solche Zwecke dürfen nur spritzwassergeschützte Lichterketten mit Transformator (12V) angebracht werden, welche für die Verwendung im Freien zugelassen sind. Lichterketten, die nur für den Innenbereich zugelassen sind, schließen bei einer Verwendung draußen kurz, was unter Umständen zu Stromschlägen oder Bränden führen kann.

#3: Gestecke und Weihnachtsbäume entsprechend kaufen und präparieren!

Viele Adventskränze, Gestecke und Weihnachtsbäume sind staubtrocken und bergen daher ein besonders hohes Brandrisiko. Das Austrocknen lässt sich vor allem gegen Ende der Adventszeit kaum verhindern, aber um zumindest das anfängliche Brandrisiko zu senken empfehlen wir, nur frisch gebundene Kränze und Gestecke zu kaufen. Die Feuchtigkeit hält sich noch ein bis zwei Wochen in den Pflanzen und macht die Dekoration wesentlich schwerer entflammbar. Als vorbeugende Maßnahme empfehlen wir auch regelmäßiges Übersprühen mit Wasser (z.B. Pflanzensprühflaschen, Wäschebefeuchter o.ä.). Weihnachtsbäume sollten am besten auch nur frisch geschlagen gekauft und bis zum Weihnachtsfest im Freien gelagert werden. Die Aufstellung im Haus sollte in einem fest stehenden Weihnachtsbaumständer mit Wasserspeicher erfolgen. Das Wasser lässt den Baum nicht ganz so schnell austrocknen, was ihn, wie die Kränze und Gestecke, wesentlich unempfindlicher gegen Feuer macht. Außerdem liegen die Nadeln nicht überall auf dem Boden und Sie haben auch an Heiligabend noch einen grünen Baum.

#4: Auch Kinder über Brand-Gefahren aufklären und warnen!

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass Kinder von einer flackernden Kerze magisch angezogen werden. Erst wird die Flamme bestaunt und wenn mal keiner so genau hinschaut, wird auch gerne mal der ein oder andere Gegenstand kurz in die Flamme gehalten und dann vergnügt dabei zugeschaut, wie er Farbe und Form ändert. Feuer ist kein Spielzeug und daher ist es besonders wichtig, Kinder über die Gefahren von Feuer aufzuklären sowie sie keine Sekunde aus den Augen zu lassen, wenn sich irgendwo in ihrer Nähe eine brennende Kerze befindet. Weiterhin sollten sämtliche Zündquellen wie Feuerzeuge und Streichhölzer außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. Haustiere wie Katzen und Hunde spielen zwar nicht mit Feuer und halten sich in der Regel davon fern, doch kann es vorkommen, dass beim Herumtollen eine Kerze vom Tisch gerissen wird oder umkippt. Deshalb sollten Sie auch Ihre tierischen Mitbewohner stets im Auge behalten, wenn eine Kerze im Raum brennt und diese möglichst nicht in der Spielbahn Ihrer Vierbeiner platzieren.

#5: Vorsorge für den Ernstfall treffen! Feuerlöscher und Rauchmelder besorgen!

Sollte es trotz aller Vorsicht und Aufmerksamkeit doch passieren und es entwickeln sich Flammen, ist es von größter Wichtigkeit, die richtige Vorsorge getroffen zu haben. Im Falle eines brennenden Weihnachtsbaums hätte man weniger als eine halbe Minute Zeit, um wirkungsvoll gegen das Feuer vorzugehen! Deshalb der Rat von uns: Kaufen Sie sich einen Feuerlöscher, wenn Sie noch keinen besitzen. Gute und zuverlässige Geräte gibt es schon für 40 bis 50 Euro. Der Feuerlöscher sollte im Idealfall ein unter der DIN EN3 als Feuerlöscher zugelassenes Gerät mit einem Inhalt von 6 Kilogramm bzw. 6 Litern sein, um im Ernstfall etwas damit bewirken zu können. 1 bzw. 2 Kilogramm-Autolöschers sind zwar qualitativ hochwertig, aber für einen brennenden Weihnachtsbaum zu klein. Geeignete Löschmittel wären Wasser, ABC-Pulver und Schaum. Wenn Sie einen Feuerlöscher haben, dann stellen Sie ihn am besten an einen gut erreichbaren Platz, sodass er sofort griffbereit ist. Außerdem sollten im Flur und vor allem in den Schlafräumen Rauchmelder angebracht sein. Von sogenannten Löschsprays, die neuerdings überall angepriesen werden, raten wir allerdings dringend ab. Diese Sprays sind bestenfalls eine Löschhilfe, aber kein Feuerlöscher. Außerdem sind sie nicht prüfbar, haben zu wenig Druck und enthalten in der Regel fluorhaltige Tenside, weswegen man die Sprühflasche nach wenigen Monaten wieder entsorgen muss.

Wir von der Firma Jungkurth wünschen Ihnen jedenfalls (bereits jetzt) ein beschauliches – und vor allem sicheres und brandfreies – Weihnachtsfest!

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